Internationales bildungspolitisches Umfeld

Die europäischen Bildungsminister und -ministerinnen bekundeten 1999 mit der Unterzeichnung der Bologna-Deklaration (Bologna Bergen Summit 2005) den Willen zur Harmonisierung der Studienstruktur in Europa; dazu gehören die Verbesserung der Diplomanerkennung, die weitere Förderung der Mobilität und die Förderung der europäischen Zusammenarbeit in Fragen der Qualitätssicherung. In diesem Zusammenhang haben in den letzten Jahren in den meisten europäischen Ländern nationale Akkreditierungs- und Qualitätssicherungsagenturen ihre Tätigkeit aufgenommen.

Multilaterale Zusammenarbeit findet im Rahmen der OECD, des Europarats und der UNESCO statt. Im neu gegründeten Global Forum on Accreditation and Quality Assurance der UNESCO werden Themen wie der globale Einsatz von Akkreditierungs- und Qualitätssicherungssystemen, die internationale Anerkennung von Titeln und Qualifikationen sowie die neuen Herausforderungen im internationalen Bildungsmarkt (GATS-Verträge, eLearning-Programme usw.) diskutiert.

An der Ministerkonferenz 2003 in Berlin erhielt die „European Association for Quality Assurance“ (ENQA) den Auftrag, ein Set von Standards und Richtlinien für die Qualitätssicherung zu entwickeln. Diese „Standards and Guidelines for Quality Assurance in the European Higher Education Area“ wurden von den Ministern an ihrer Konferenz in Bergen 2005 angenommen. Mit den ENQA-Standards soll die Qualitätssicherung auf drei Ebenen gewährleistet werden: interne Qualitätssicherung durch die Institutionen selbst, externe Qualitätssicherung durch Agenturen sowie externe Evaluation der Agenturen, um deren Professionalität und Unabhängigkeit zu gewährleisten.

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Letzte Version: Mai 2006